WEINJAHRGÄNGE IM BURGENLAND SEIT 1944
Als Winzer haben wir unsere Werkstätte in der freien Natur. Vollkommen der Gunst aber auch den Unbilden des Wetters ausgesetzt, pflegen wir Jahr für Jahr die Reben in bester Weise. Gute Jahrgänge sind der Lohn für den Fleiß des Winzers. In schwierigen Jahren wird durch strengste Selektion die Erntemenge oft auf einen Bruchteil reduziert. Aber es gibt trotzdem Jahre, wo alle Anstrengungen vergeblich sind. Zuletzt war dies 1996 der Fall in diesem Jahr füllten wir keine Top-Rotweine. |
Winzertagebuch 201031. August: Kälte und Wind sorgen für Abtrocknung der Böden und bei diesen Temperaturen gibt es auch keine Pilzinfektionen.
27. August: Es regnet stark gibt aber keine Abschwemmungen und auch keinen Hagel.
23. August: Die Rotweine des Jahrgangs 2008 werden auf Flaschen gefüllt. Das Wetter ist weiter unbeständig, Sonne und Regen wechseln sich ab.
18. August: Wir sind wieder draussen und schneiden Geiztriebtrauben ab. Die Verfärbung der Trauben geht trotz wolkenverhangenem Himmel der letzten Tage weiter.
16. August: Kellerarbeit - wir etikettieren Flaschen, da die Weinbergsböden weder befahrbar noch ordentlich begehbar sind.
14. August: Mitten in der Nacht das nächste schwere Gewitter. Nochmals 40 Liter. Das wäre nicht mehr nötig gewesen. Gott sei Dank kein Hagel. Durch die ganzflächige Begrünung der Weingärten gibt es bei uns keine Abschwemmungen. Der leichte Hagel von gestern hat auch kaum Schaden angerichtet.
13. August: 9 Uhr abends beginnt es zu schütten. Auch ein wenig Hagel ist dabei. 48 Liter pro m², das ist viel und die Reben freuen sich.
9. August: Das ganze Wochenende war es warm und sonning. Wie es aussieht geht die schöne Zeit weiter. Die Trauben von Cabernet Sauvignon beginnen sich auch schon zu verfärben. Wir schneiden beim Zweigelt, der schon ordentlich durchgefärbt ist die Geiztriebtrauben ab um den guten Trauben alle Kraft des Rebstocks zu geben.
3. August: Der angekündigte Regen ist eingetroffen, allerding nur 5 Liter pro m².
2. August: Auch der Blaufränkisch fängt nun mit der Verfärbung an. Ein wunderbarer Sommertag in den Weingärten!
29. Juli: 21 Liter pro m² Regen. Damit haben die Reben und vor allem die Gründüngung zwischen den Rebzeilen Freude.
28. Juli: Die ersten Beeren beim Zweigelt verfärben sich. Die ganze letzte Woche war sonnig und heiß - so wie es sein soll in dieser Jahreszeit.
20. Juli: Frühmorgens ist es noch angenehm kühl. Wir sind jetzt im Weingarten mit der grünen Lese beschäftigt und da kommen uns diese Temperaturen sehr entgegen. Untertags ist es sehr heiß und die Weingartenarbeiter freuen sich über jede Arbeit auf der Schattenseite der Laubwand.
12. Juli: Jetzt sind auch die Nachttemperaturen hoch. Eine Abkühlung ist nicht in Sicht. Wir stehen schon zeitig im Weingarten und nutzen die morgendlichen Stunden für die Weingartenarbeit. In den Nachmittagsstunden wird etikettiert oder Siesta gehalten. Unsere Weingartenarbeiter haben bei der Zeiteinteilung freie Wahl.
5. Juli: die ganze Woche liegt die Hitze über den Weingärten, die Laubwand ist vollständig ausgebildet und wir beginnen mit dem ausbrechen der Geiztriebe aus der Traubenzone.
1. Juli: heiß und trocken - der Sommer kommt früh dieses Jahr!
2010 hielt der Winter lange an. Nachdem es bis März trocken war erfolgten im April starke Niederschläge, doppelt so viel Regen wie normal in diesem Monat. Der Austrieb erfolgte spät. Auch waren die Temperaturen über lange Zeit kühl und der Regen blieb auch im Mai beständig. Der Juni begann ebenfalls feucht, doch die Temperaturen stiegen gehörig an und Ende des Monats stieg die Quecksilbersäule auf über 30°C. Die Rebblüte, die von Anfang Juni bis zum 20. Juni dauerte, und somit in die kühle Zeit fiel brachte leichtes Verrieseln. Speziell der Blaufränkische ist dadurch heuer sehr lockerbeerig. |
Lese 2009
11. September: Pinot Noir wird gelesen. Die Trauben sind sehr klein und auch die Beeren sind sehr klein. Sie sehen ob ihrer Kleinbeerigkeit einem Cabernet Sauvignon ähnlicher als Pinot Noir. 14. September: Wir lesen Sauvignon blanc von der Steinmühle. Die wunderschön ausgereiften Trauben werden im Weingut nochmals am Sortierband verlesen.
16. September: Wir sind wieder beim Zweigelt. Die Trauben sind süß und haben einen angenehm würzigen Geschmack. Die Schale ist knackig - das ergibt kraftvolle Weine mit guter Tanninstruktur. 17. September: Alle Zweigelttrauben sind im Keller. Das Wetter bleibt gottlob weiterhin sonnig.
Die Trauben sind kerngesund. Dadurch geht auch die Lese schnell vonstatten weil die sehr zeitaufwändige Selektion am Stock entfällt.
Geschafft! Die dritte Sorte ist gelesen! 22. September: Die Blaufränkischtrauben sind reif! Die trockene Witterung hat für knackige Beerenschalen gesorgt. Bei der Lese von Blaufränkisch haben unsere Leser die höchste Leistung, da alle Trauben von den Blättern befreit locker an den Reben hängen. Wir haben im Keller alle Hände voll zu tun um die ankommenden Trauben in die Gärbehälter zu schaffen.
29. September: die letzte Woche haben wir einen um den anderen Blaufränkisch-Weingarten geerntet: Setz, Haussatz, Point, ... Allesamt in perfekter Reife. Jetzt haben wir noch ein wenig Zeit bevor die Chardonnays von Tatschler und Gloria zu lesen sind.
Wir warten die Tage voller Sonnenschein ab um die perfekte Reife nun auch beim Cabernet und bei den Chardonnay zu erlangen. Hoffentlich hält das Wetter. Nun haben wir beinahe Vollmond - die Chance auf stabiles Wetter ist dadurch noch besser.
5. Oktober: Die Sonne will kein Ende nehmen. Somit lesen wir heute sogar schon den Cabernet Sauvignon, der beileibe keine frühe Sorte ist. 6. Oktober: Jetzt geht es richtig los bei den Chardonnays. An den Hängen des Leithagebirges beginnen sich nun auch die ersten Blätter in der Traubenzone zu verfärben - ein untrügliches Zeichen für die volle Reife.
Die erste Messung des Mostes beim Tatschler ruft Begeisterung hervor - 21,2°nach der Klosterneuburger Mostwaage!
Was für Trauben!!! Die Begeisterung der Lesehelfer und der ganzen Familie ist groß!
8. Oktober: Wir haben es geschafft! Pünktlich zu Mittag sind die letzten Trauben eingetroffen. 2009 reiht sich würdig in die Reihe großer 9er Jahrgänge ein. Top in Weiß und Rot!!!
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2008Lesebeginn am 10. Sepember mit Zweigelt Föllikberg Der Jahrgang 2008 ist ein diffiziler Jahrgang. Ein Juli mit wenig Hitzetagen dafür überdurchschnittlich viel Niederschlag, ein guter August und ein wunderschöner Herbst ließen die Trauben zu toller Reife gelangen. Davor war jedoch viel Arbeit im Weingarten nötig um die Laubwand gesund zu erhalten. Hagel am 7. Juli verdreifachte den Aufwand der Trauben- und Laubpflege. Die angeschlagenen Trauben und Beeren mussten von Hand ausgeschnitten und ausgezupft werden!
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200728. August: Lesebeginn mit Zweigelt Föllikberg |
2006Ein heißer Juli, ein regenreicher August, ein traumhaft schöner September und Oktober.
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20052005 hat sich die ständige Arbeit im Weingarten mit strenger Ertragsbegrenzung ganz besonders gelohnt. Unsere Lesemannschaft, die übrigens Jahr für Jahr die gleiche, bestens geschulte Truppe ist, hatte viel zu tun. Aufgrund der Niederschläge 3 Wochen vor Lesebeginn mussten die Trauben extrem sorgfältig ausgelesen werden - einen weiteren Selektionsschritt setzten wir danach noch zusätzlich mittels Sortierband im Preßhaus.
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20042004 ein Jahrgang der Winzer: Es gab Reife und Qualitätsunterschiede in den Weingärten wie noch nie. Optimale Rebstockpflege und vor allem ein geringer Traubenbehang wurde in diesem insgesamt eher schwierigen Jahr mit höchsten Qualitäten belohnt! Unsere Weingärten erkennt man aufgrund der hohen Laubwand, des exakten luftigen Laubwandaufbaues und der hohen Reife der wenigen an den Rebstöcken verbliebenen Trauben schon aus der Ferne. Die 2004er Weißweine brillieren allesamt mit hochreifer, sortentypischer Frucht, Finesse und Eleganz. |
2003Nach einem langen Winter erfolgte der Austrieb der Reben 2003 erst spät im Frühjahr. Dadurch blieb uns das Bangen wegen der Gefahr durch Spätfröste diesmal erspart. Von diesem Zeitpunkt an ging jedoch die gesamte Entwicklung der Vegetation wie im Zeitraffer vor sich. Zuweilen hochsommerliche Temperaturen und trockene Witterung sorgten für einen enormen Wachstumsschub und eine frühe Rebblüte. |
2002, 2001, 20002002 war ein Jahr der Wetterextreme in Europa. Das Burgenland war, inmitten von Trockenheit, Hochwasser und Föhnstürmen, der Ruhepol, der stets die positive Seite gepachtet hatte. Nach einem mittelfrühen Austrieb sorgten warme Temperaturen und trockene Witterung für einen Wachstumsschub und eine frühe Rebblüte. Von da an schien Petrus´ Motto zu lauten zwei Tage Regen und zehn Tage Sonnenschein. |
1999 bis 1944Die Jahrgänge 1999 bis 1944 im Detail
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Am 8. September beginnt die Lese. Zweigelt-Trauben werden in den ersten Tagen gelesen. Die Sonne wärmt unter Tags die Trauben stark auf und die Gärung startet innerhalb eines Tages.
21. 21.September: Heute haben wir die Sauvignon blanc Trauben von den alten Stöcken geerntet. Diese sehen mit ihrem weit verzweigten Kordonarm sehr urig aus. 





